Marken im Netz – Teil 8: Ulrike Langer

Marken im Netz – Teil 8: Ulrike Langer

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In einer kleinen Serie lasse ich einige Journalisten zum Thema Selbstvermarktung zu Wort kommen – und zwar solche, die das ziemlich gut drauf haben. Bisher: Daniel Bouhs, Daniel Fiene, Tobias Gillen, Silke Burmester, Karsten Lohmeyer, Jannis Kucharz und Richard Gutjahr. Heute am Start: Ulrike Langer. Die Medienjournalisten aus Seattle findet ihr bei Twitter und auf ihrem Blog.

„Allerdings ist Markenbildung für Journalisten wichtiger denn je.“

Viele sprechen davon, Journalisten müssten sich zur Marke entwickeln. Du hast das schon geschafft. Verrate uns doch bitte dein persönliches Geheimrezept.

Ich habe kein Geheimrezept. Ich habe allerdings schon früh angefangen zu twittern und – nach deutscher Zeitrechnung – auch früh angefangen zu bloggen, beides 2008. Das soziale Netz aktiv zu nutzen hilft Journalisten ungemein dabei, selbst sichtbar zu sein und nicht nur als Teil einer Medienmrke wahrgenommen zu werden. Ob man das nun Marken- oder Profilbildung, Selbstvermarktung oder was auch immer nennt, ist eher unwichtig. Allerdings ist Markenbildung für Journalisten wichtiger denn je. In erster Linie für freie Journalisten, aber auch für Redakteure, die mittlerweile jederzeit damit rechnen müssen, sich plötzlich auf Stellensuche wiederzufinden oder sich auf dem freien Markt behaupten zu müssen.

„Ein Ladeninhaber sagt auch nicht, ich will nur meine Waren verkaufen, wie die Kunden von den Vorzügen der Waren erfahren, ist nicht Teil meiner Arbeit.“

Bleibt bei all der Selbstvermarktung überhaupt noch genug Zeit für die journalistische Arbeit, um die es doch eigentlich geht?

Ich bin Unternehmerin und Selbstvermarktung sehe ich als unverzichtbaren Teil meiner Arbeit an. Ein Ladeninhaber sagt auch nicht, ich will nur meine Waren verkaufen, wie die Kunden von den Vorzügen der Waren erfahren, ist nicht Teil meiner Arbeit. Abgesehen davon: bei mir ist die meiste Arbeitszeit ist journalistisch.

„Untergehen kann ja nur, wer sich nicht hervorhebt.“

Mal ganz ehrlich: Bist du insgeheim froh darüber, dass die Mehrheit deiner Kollegen noch nicht kapiert hat, wie der Hase läuft, weil auch du ansonsten in einem Marken-Meer untergehen könntest?

Nö. Untergehen kann ja nur, wer sich nicht hervorhebt. Und dabei ist Marketing nur ein Teil. Aber die Qualität des journalistischen Produkts muss ebenso stimmen. Den ersten Auftrag eines neuen Auftragebers bekommt man vielleicht über Twitter oder das eigene Blog. Den zweiten Auftrag, weil der erste Beitrag gut war. Sonst nicht.

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Julian Heck | Strategiecoach für Positionierung & Selbstmarketing