Drei Aha-Momente: Groß denken, Marketing und meine Mission

Drei Aha-Momente: Groß denken, Marketing und meine Mission

Du kennst bestimmt den Tipp, dass man eigentlich nicht erst dann etwas trinken soll, wenn man durstig ist, weil es dann schon zu spät sei. Stattdessen sollen wir trinken, wenn wir noch keinen Durst haben.

So ist es auch beim Thema Auszeit. Wir sollten uns dann eine Auszeit gönnen, wenn wir noch nicht total erschöpft sind und die Tage bis zum nächsten Urlaub zählen. Bei mir war das leider mal wieder der Fall. Ich habe die Tage gezählt – und war deshalb jetzt bis vor wenigen Tagen zwei Wochen an der Nordsee. Mal wieder. Dort im Norden kann ich meine Energiereserven so richtig auftanken und die Arbeit somit gut erholt und mit neuen Ideen fortsetzen.

Ich möchte meinen gerade vergangenen Urlaub zum Anlass dieser Podcast-Episode nehmen und über drei Aha-Momente sprechen, die ich in meinem Urlaub hatte – und zwar einmal in Bezug auf Unternehmertum, einmal im Hinblick auf Marketing und einmal bezogen auf meine eigene Arbeit und Mission als Personal-Branding-Stratege.

Lass uns die drei Aha-Momente nach und nach durchgehen.

Aha-Moment #01: Als Unternehmer sollten wir größer denken

Eine Sache, die mir im Urlaub nochmal stärker bewusst geworden ist, hängt mit der unternehmerischen Vision zu tun. Viele denken beim Thema Vision an ein persönliches Visionboard, an Urlaube, an die Familie, an materielle Dinge wie Autos oder an ein Leben an den tollsten Orten dieser Welt. Diese Vision ist auch wichtig, aber diese meine ich gerade nicht.

Ich meine die unternehmerische Vision. Die Vorstellung oder der Wunsch, wie das eigene Unternehmen in ein paar Jahren aussehen soll. Und hier behaupte ich, dass viele von uns entweder gar keine unternehmerische Vision haben oder aber die Vision nicht groß genug ist. Das gilt auch für mich. Ich wünsche mir von mir selbst, wieder größer zu denken, um letztendlich auch entsprechend zu handeln.

Mir geht es hierbei nicht zwingend um irgendwelche Umsatzzahlen. Natürlich können auch Umsatzziele dazugehören, aber das Geld sollte hier mehr Mittel zum Zweck sein. Ich spreche eher davon, wie das Unternehmen, wie der Unternehmeralltag und wie das, was wir mit unserer Arbeit bewirken möchten, in Zukunft aussehen soll. Das hat ganz viel mit Mehrwert, Nutzen und Sinnstiftung zu tun.

Ich habe vor wenigen Tagen ein Video-Interview des Branchendienstes turi2 mit Gabor Steingart gesehen. Steingart war bis 2018 Herausgeber des Handelsblatts. Vielleicht kennst du ihn von seinem Morning Briefing, ein Newsletter mit entsprechendem Podcast mit riesiger Reichweite.

In dem Interview hat er über sein Medien-Startup gesprochen, das er gerade aufbaut – und zwar ganz nach amerikanischem Vorbild: Erstmal machen und sich erst später irgendwann um das Geld verdienen kümmern. Zwar stehe natürlich ein offizieller Businessplan, aber einen exakten Schritt-für-Schritt-Plan für die kommenden Jahre gibt es ihm zufolge nicht. Es stehe bloß die große Vision, einen Verlag der neuen Art zu gründen, der einen modernen Journalismus bietet. Es existiert also die grobe Richtung. Der Rest folgt. Das Video-Interview findest du hier.

Finanziell können die meisten Selbstständigen nicht auf diese Art und Weise vorgehen, weil sie nicht das finanzielle Puffer haben, einfach mal zig Mitarbeiter anzustellen – ohne Einnahmen. Aber das Mindset gefällt mir. Davon können wir uns etwas abschauen. Auch ich.

Welche Auswirkungen das größere Denken bei mir im Detail hat und haben wird, das wirst du hier als Podcast-Hörer oder als Abonnent meines Newsletters sicherlich als Erstes erfahren.

Übrigens: Ein lesenswertes Buch zum Thema „groß denken“ stammt von David Schwarz und heißt „Denken Sie groß!“.

Aha-Moment #02: Marketing muss Spaß machen – für beide Seiten

Das ist mal wieder so eine Sache, die eigentlich selbstverständlich zu sein scheint. Eigentlich. Denn es ist nicht so. Ich könnte dazu jetzt einen eigenen Beitrag schreiben – und vielleicht mache ich das auch mal –, aber ich möchte dir hier den Kern dieses Aha-Moments mitgeben.

Es ist klar, dass Marketing für viele Selbstständige und Unternehmer mehr Pflicht als Spaß ist. Und natürlich muss Marketing nicht jedem so sehr gefallen, dass er sogar in seiner Freizeit Fachbücher darüber liest. Soll es ja geben ;-)

Dennoch stelle ich eine Sache fest, mit der ich mich in den vergangenen Monaten sehr intensiv beschäftige und die mir im Urlaub jetzt nochmal mehr bewusst geworden ist: Marketing macht häufig keinen Spaß mehr, vor allem den potentiellen Kunden, aber auch den Unternehmern.

Selbst Unternehmer, die einen ganz guten Zugang zum Thema Marketing haben, verlieren teilweise die Freude daran. Das liegt vielleicht daran, dass der Druck steigt, dass die technischen Anforderungen steigen, dass die vermeintlich ultimativen Wege nicht funktionieren (na klar), dass… es gibt viele mögliche Gründe. Das ist aber auch nur meine subjektive Einschätzung.

Viel schlimmer finde ich aber, dass Marketing auch Nutzersicht häufig zum Einheitsbrei verkommt. Hier gelangen wir an eine Schnittstelle der beiden eben genannten Aspekte. Unternehmer stürzen sich auf die vermeintlich ultimativen Marketingmethoden und Nutzer leiden darunter, dass Marketing häufig ähnlich aussieht und durchschaubar geworden ist.

Wichtig: Ich spreche hier vor allem von der Online-Business- und Coaching-Szene, weil ich als ein Teil davon natürlich tagtäglich damit zu tun habe.

Marketing macht also weniger oder keinen Spaß mehr, sowohl für die Unternehmer als auch für die Nutzer – und das finde ich äußerst schade und keine schöne Entwicklung.

Ich würde mir wünschen, dass Marketing für Nutzer wieder mehr Spaß macht. Ich wünsche mir ein Marketing, das einen schmunzeln lässt, ein Lachen ins Gesicht zaubert, für einen Aha-Moment sorgt, zum Teilen anregt und so weiter.

Damit das gelingt, braucht es aber wieder mehr Mut, eigene Dinge auszuprobieren, es sollte weniger irgendwelchen Gurus hinterhergelaufen werden, wir sollten mehr auf die eigene Intuition hören, weniger Einheitsbrei produzieren und mehr Persönlichkeit einbringen. Es braucht meines Erachtens mehr Personal Branding – und zwar mit Herz und Hirn.

Aha-Moment #03: Mission und Werte als Kundenmagnete

Dieser dritte Aha-Moment bewegt mich aktuell persönlich am meisten. Klar, er betrifft schließlich den Kern meiner Arbeit. Es geht hier um den Nutzen für meine Kunden, um die Botschaft, die ich draußen tragen möchte und um meine Mission. Du kannst dir vorstellen: Dieser Aha-Moment hat mich im Urlaub etwas beschäftigt.

Ich muss kurz etwas ausholen. In meinen Coaching sage ich meinen Kunden immer, sie sollen den Nutzen für ihre Kunden so klar wie möglich herausarbeiten. Und vor allem: Sie sollen hier wirklich zu Ende denken.

Als Beispiel bringe ich immer wieder meine eigene Situation von vor zwei Jahren. Dort dachte ich: Menschen zu Marken zu machen, das ist mein Nutzen. Das ist aber nicht der Nutzen, sondern nur eine Methode. Der Nutzen für meine Kunden ist es, nachhaltig mehr Kunden zu gewinnen – und zwar mithilfe einer klaren Positionierung und authentischen Marketingstrategie.

Daran hat sich auch in meinem Urlaub selbstverständlich nichts Wesentliches verändert. Natürlich kommen andere Selbstständige und Unternehmer unterm Strich deshalb zu mir, weil sie sich mehr Kunden oder zahlungskräftigere Kunden erhoffen.

Nun ist es allerdings so: Damit bin ich ja nicht alleine. Viele Coaches und Berater werben mit der Kundengewinnung als Nutzen. Daraus ergeben sich zwei Probleme: Erstens ist die Konkurrenz dadurch extrem groß und zweitens machen wir es potentiellen Kunden dadurch schwer, sich für jemanden zu entscheiden.

Nicht umsonst empfehle ich immer, sich den Prozess, also den Weg anzuschauen, der zu mehr Kunden führt. Dieser Weg sieht bei den jeweiligen Anbietern häufig unterschiedlich aus. Die einen setzen auf Facebook Ads, die anderen auf Instagram Marketing, wiederum andere auf einen Sales Funnel und so weiter. Ich setze auf Personal Branding.

Naheliegend scheint es also, sich nicht in erster Linie auf das Ziel, die Kundengewinnung, sondern auf den Weg zu fokussieren in der Vermarktung. Und ja, das ist in vielen Fällen auch sinnvoll.

Ich denke jedoch gerade einen Schritt weiter. Mein Aha-Moment in diesem Zusammenhang ist, in manchen Fällen nicht das Ziel oder den Weg zum Star zu machen, sondern die eigene Mission und die Werte, die man selbst vertritt. Der große Vorteil daran ist: Wir bewegen uns damit raus aus der Vergleichbarkeit und bringen eine große Portion Persönlichkeit in das Marketing.

Was ich damit meine, möchte ich dir anhand meines Beispiels erklären. Der Kundennutzen bei meiner Arbeit ist unterm Strich die nachhaltige Kundengewinnung. Dieser Nutzen bleibt natürlich auch weiterhin so und ich werde ihn in der Kommunikation auch nicht komplett weglassen, klar. Gleiches gilt für das Thema Personal Branding. Personal Branding ist mein Weg, den ich anbiete, um zum Nutzen zu kommen, nämlich mehr Kunden zu gewinnen.

Was mir aber wirklich wichtig ist, geht viel tiefer. Tief im Inneren geht es mir eigentlich darum, dass du dir über deine Besonderheiten als Mensch und Unternehmer klar wirst, diese herausputzt und deine Positionierung als auch dein Marketing auf dir als Person basiert.

Mir ist es ein Anliegen, dass du den Nutzen von Personal Branding verstehst und Menschen als Kunden gewinnst, die sich mit dir identifizieren können und die dich und deine Leistung wirklich wertschätzen.

Ich möchte, dass du deine eigene Botschaft, deine eigene Mission findest und eine unternehmerische Vision entwickelst, der du Tag für Tag folgen kannst.

Ich wünsche mir mit meiner Arbeit zu erreichen, dass du deinen eigenen, auf deinen Stärken, Werten und persönlichen Eigenheiten basierenden Stil findest, Marketing zu betreiben, sodass du als auch deine Kunden Freude daran haben. Marketing mit Herz und Hirn, weit weg von irgendeinem Einheitsbrei, der als ultimativer Weg zum Erfolg angepriesen wird.

Wenn ich mit meiner Arbeit erreiche, dass du mehr Klarheit in deinem Tun bekommst, Sinn mit deinem Tun stiftest und mit Strategie und positiven Emotionen ein Business betreibst, von dem du gut leben kannst, dann würde ich sagen: Ja, dann würde ich meine Mission als erfüllt betrachten.

Und ich bin der festen Überzeugung: Wenn du deine Mission und deine Werte teilst, dann werden sie Kundenmagnete für dich sein. Ja, es braucht einen rationalen Kundennutzen. Aber es bedarf meiner Meinung nach mehr, um Menschen wirklich im Herzen zu erreichen.

Das waren also meine drei Aha-Momente im Urlaub. Drei Erkenntnisse, die für mich sicherlich nicht vollkommen neu sind, die sich in meinem Urlaub aber gefestigt haben und mir nochmal viel deutlicher vor Augen geführt worden sind. So ist das, wenn man sich eine Auszeit gönnt und glaubt, an gar nichts denken zu müssen. Genau dann geschehen solche Dinge.

Ich bin jetzt sehr gespannt, was du davon hältst und wie du das siehst. Dieser Podcast lebt vom Feedback der Hörer. Schreib mir gerne eine E-Mail an podcast@julianheck.de oder melde dich bei mir in Social Media. Ich freue mich auf deine Rückmeldung und bin neugierig, ob du dich mit diesen Aha-Momenten identifizieren kannst.

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