Zum Krautreporter-Start: Was zu befürchten war

Zum Krautreporter-Start: Was zu befürchten war

krautreporter logoEieiei. Da sind die Krautreporter gerade mal ein paar Stunden für alle online und schon wird gemeckert, was das Zeug hält: Schlechte Menüführung, zu viel Text, keine Ressorts, zu wenig Multimedia-Elemente, kein Volltext-RSS. War ja klar, dass das nichts werden würde. So ein blödes durch die Crowd finanziertes Ding…

Klar war für mich, dass das Gemecker sofort losgeht. Ich habe es befürchtet. Na logo gibt es noch an der ein und anderen Stelle Verbesserungsbedarf. Und nicht umsonst spricht Herausgeber Sebastian Esser von einer „permanent beta“. Aber das Unternehmen jetzt quasi vollständig in Frage zu stellen… nein! Das nervt mich.

Selbstverständlich – und dafür sind die Krautreporter-Macher sicherlich auch dankbar – ist es wichtig und richtig, auf Bugs hinzuweisen, bei einzelnen Dingen um Aufklärung zu bitten oder dies und das kritisch zu beobachten. Für mich ist beispielsweise nicht klar, warum viele Autoren ihren Text mit Anmerkungen anreichern (was übrigens eine klasse Funktion ist!), die prinzipiell auch in den Text gehören könnten. Darüber kann man ins Gespräch kommen. Es ist aber niemandem damit geholfen, auf allem und jedem herumzuhacken und „So wird das doch eh nix!“-Sätze herauszuhauen. Und schon gar nicht von jenen, die für das Angebot nichts bezahlen. Ein gemeinsames Weiterentwickeln von Krautreporter mit der Community ist doch das, was angestrebt werden sollte. Kein Zerfleischen aus Lust am Zerfleischen. Lasst sie mal machen. Die (Mitglieder)Zahlen werden in einem Jahr Näheres zur Resonanz zeigen (keine Klicks!).

„Nicht herausgekommen ist irgendetwas Überraschendes“, schreibt Christian Jakubetz als einer der ersten Krautreporter-Kommentatoren heute in seinem Blogbeitrag „Krautreporter: Was zu erwarten war“. Aber geht es um etwas Überraschendes? Eigentlich nicht. Krautreporter hat lange, hintergründe Texte angekündigt, die kritisch sind oder informierend, ein hohes Niveau haben und Spaß machen dürfen. Auf den ersten Blick würde ich sagen: Genau das hat Krautreporter mit den ersten Beiträgen geliefert.

Dass (bis jetzt) keine Multimedia-Formate zu finden sind, die alle Möglichkeiten des Netzes ausschöpfen, ist – für mich – kein Drama. Im Gegenteil. Ich habe Krautreporter als journalistische Plattform verstanden, der es um entschleunigende (5 Euro in die Buzzword-Kasse) und durchdachte Inhalte geht. Nett aufbereitet oder nicht. Guter Journalismus kann schließlich auch 2014 bedeuten, einfach „nur“ einen klasse Text zu präsentieren.

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