TV im TV – nur mit Second Screen

TV im TV – nur mit Second Screen
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Live-TV macht mit Second Screen mehr Spaß. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de.

Nein, ich beschreibe jetzt keine wissenschaftliche Studie oder präsentiere Umfrageergebnisse. Ich blicke auf meinen Fernsehkonsum und stellte kurz gefasst fest: Weniger TV im TV. Im Laufe der letzten Jahre hat – wie bei vielen – mein Fernsehkonsum abgenommen und mein Smartphone-/Tablet-/Notebookkonsum ist gestiegen. Im Gegensatz zu früher läuft der Fernseher weniger zu bestimmten Uhrzeiten oder jeden Abend, sondern mehr spontan, beim Frühstücken oder im Hintergrund, „damit es nicht so ruhig ist“.Keine Ahnung, wie es bei euch war und ist. Bei mir was es vor wenigen Jahren noch so, dass es einige Sendungen, Serien oder Filme gab, sie ich gerne geschaut und dann extra dafür eingeschaltet habe. Ich wusste: Dienstags um 19:10 Uhr läuft meine Lieblings-Sitcom, donnerstags um 22:15 Uhr eine unverpassbare Krimiseriel, sonntags um 20:15 Uhr der „Tatort“ oder früher am Samstagmorgen „Art Attack“ oder „Tom und Jerry“. Außerdem habe ich mit bestimmte Shows – etwa „Wetten, dass..?“, „Der Deutsche Comedy-Preis“ oder früher „Die Bravo Super-Show“.

Live? Nur mit Second Screen!

Und heute? Heute gibt es so etwas kaum noch. Morgens schaue ich ab und zu während Frühstück und Nachrichtenaufsagen das Sat 1 Frühstücksfernsehen, zwischendurch vielleicht mal zehn Minuten die N24-Nachrichten oder Punkt 12, wenn ich zu dieser Uhrzeit zu Hause bin. Abends sitze ich meist vor meinem Notebook oder IPad und schaue mehr oder weniger nebenbei auf die Flimmerkiste. So gut wie nie weiß ich zuvor, was im TV läuft und was ich vorhabe zu schauen. Höchstens eins, zwei Formate merkt man sich irgendwann.

Abgesehen von dem allgemein geringeren Konsum von TV-Formaten schaue ich immer weniger tatsächlich vor dem Fernseher. Die meisten Sender bieten ihre Sendungen auch in der Mediathek zum Nach- oder sogar Vorschauen an. Läuft etwas Interessantes zu einem Zeitpunkt, zu dem ich verhindert bin oder bekomme ich erst im Nachhinein einen TV-Tipp, dann schaue ich es mir eben anschließend im Internet an – dann, wenn ich Zeit und Lust habe und dort, wo ich mich gerade aufhalte. Praktisch, oder? Ja, aber es gibt auch Ausnahmen. Stichwort: Second Screen.

Den Tatort gemeinsam erleben

Es gibt gewisse Formate, da macht das Live-Schauen den Reiz aus. Klar, zum Beispiel ein Fußballspiel oder Formal-1-Rennen. Wen interessiert zwei Tage später noch, wie spannend das Rennen war, wenn man schon zig mal gelesen hat, wie es verlaufen ist. Aber es gibt auch noch andere Beispiele, allen voran der Tatort. Warum? Weil der öffentliche Austausch auf dem „Second Screen“ (Smartphone, Tablet, …) per Facebook oder – noch besser – Twitter nur live Sinn macht. Gemeinsam spekulieren, wie der Tatort weiter geht. Gemeinsam lästern, wie konstruiert die Story dieses Mal wirkt. Gemeinsam den Tatort erleben.

Wer es noch nicht gemacht hat, kann das vielleicht nur schwer nachvollziehen. Gebt beim nächsten Tatort einfach mal „#tatort“ in die Twitter-Suche ein und seid erstaunt, was da im Netz so alles abgeht. Und beim übernächsten Tatort twittert ihr am besten selbst mit und kommt zu dem Schluss, dass Fernsehen allein viel zu langweilig ist und es nur in der Crowd richtig spaßig ist. Alleine im Wohnzimmer auf der Couch, live und mit jeder Menge Gleichgesinnten.

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