Tilo Jung – naiver Neuling in der Bundespressekonferenz

Tilo Jung – naiver Neuling in der Bundespressekonferenz
Screenshot: www.jungundnaiv.de

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Wir journalistischen Blogger haben es zurzeit nicht leicht, wie die Beispiele Tobias Schwarz, Markus Beckedahl und Tilo Jung zeigen. Sie alle wollten eine Jahresakkreditierung für den Deutschen Bundestag, bekamen aber keine. Die Bundespressekonferenz (BPK) scheint nicht ganz so streng zu sein. Wie der Jung&Naiv-Macher Tilo Jung auf Facebook verkündete, ist er nun Mitglied der BPK – und damit mittendrin im Parlamentsgeschehen. Ich wollte von ihm in aller Kürze wissen, was es damit auf sich hat.

Tilo, du hast auf Facebook gepostet, jetzt Mitglied der Bundespressekonferenz zu sein. Was verschlägt dich dorthin?
Ich interessiere mich für politische Zusammenhänge und in der Bundespressekonferenz kann ich mir von unseren Regierenden meine Fragen ab sofort direkt beantworten lassen. Am Ende war es für uns ein logischer Schritt, dort, wie auch die Kollegen der alten Medien, vertreten zu sein.

Wie verarbeitest du den Input in den Pressegesprächen? In Jung&Naiv-Interviews oder auch als frischer Parlamentsberichterstatter für ein traditionelles Medienhaus?
Das weiß ich noch nicht. Ich hatte mir keinen Kopf über neue jung und naive Formen gemacht bis es tatsächlich mit der Mitgliedschaft geklappt hat. Mal gucken, was geht. Ich bezweifle aber, dass ich mit einem „traditionellen Medienhaus“ zusammenarbeiten werde – für ein traditionelles Medienhaus arbeiten schon gar nicht.

Profitieren deine alteingesessenen Kollegen eventuell von deinen direkten, naiven Fragen, die sie sich selbst nicht zu fragen trauen?
Das weiß ich nicht. Das musst du sie fragen. Aber die Erfahrung lehrt ja, dass Neues stets wohlwollend und neugierig angenommen wird.

Markus Beckedahl wurde als Mitglied der Bundespressekonferenz abgelehnt. Was befähigt dich, im Gegensatz zum Netzpolitik-Journalisten Nummer 1, zur Berliner Parlamentsberichterstatter-Elite gehören zu dürfen?
Auch das ist mir nicht klar. Wir haben die gleichen Voraussetzungen – scheint mir.

Welche naive Frage schlummert schon jetzt in dir bei dem Gedanken, Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dir und etlichen anderen Journalisten sitzen zu sehen?
Die werde ich jetzt natürlich nicht verraten. Ich warte auch erst mal ab, ob ich überhaupt zu Wort käme. Wenn Angie da ist, ist ja meistens volles Haus in der BPK.

Nachtrag
Zwar war es nicht die Bundeskanzlerin, die den Hauptstadtjournalisten Rede und Antwort stand, aber Regierungssprecher Steffen Seibert und Kollegen aus Ministerien gaben im Fall Edathy Antworten, zumindest teilweise. Denn Kollege Tilo Jung sorgte mit seiner Nachfrage für eine – na ja, nennen wir es pampige – Reaktion des Pressesprechers, die sich doch deutlich von den Antworten auf andere Fragen unterschied.


Quelle: Youtube-Channel des Senders Phoenix

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