Steht auf und nehmt euren Stift in die Hand!

Steht auf und nehmt euren Stift in die Hand!
Wie sieht die Presselandschaft zukünfit aus? Foto: Thorben Wengert /pixelio.de

Wie sieht die Presselandschaft zukünftig aus? Foto: Thorben Wengert /pixelio.de

Journalismus hat Zukunft. Hat Journalismus Zukunft?

Ich war die letzten Tage auf zwei Journalismus-Veranstaltungen mit vielen jungen Journalisten. Zentrales Thema: Wo kommt in Zukunft die Kohle her? Es wurde diskutiert über Paywalls, Stiftungen, Leserfinanzierung und darüber, ob es sich bei solch rosigen Aussichten überhaupt noch lohne, Journalist zu werden. Frust macht sich breit.

Aber hey: Nicht nur jammern, sondern machen. Steht auf und nehmt euren Stift in die Hand! Schaut anderen auf die Finger, erzählt gute Geschichten und probiert euch aus. Wer jetzt nicht dazu bereit ist zu experimentieren, für den ist der Zug abgefahren – wenn er ihn nicht sogar überrollt. Innovationen müssen her. Dafür braucht es drei Dinge: 1. den Willen, andere Wege zu gehen, 2. ein positiver Umgang mit dem möglichen Scheitern von Projekten und 3. Ressourcen, um sich Experimente zeitlich und damit finanziell zu leisten. Die ersten beiden Punkte muss jeder selbst mitbringen. Die Ressourcen bringt man entweder auch selbst mit oder andere setzen dafür Rahmenbedingungen. Ein positives Beispiel hierfür ist das Vocer Innovation Medialab. Davon braucht es mehr!

Den Medienwandel mitgestalten

Eines darf nicht passieren: Weiterhin zugucken und abwarten. Jetzt muss gehandelt werden – bedacht, aber innovativ und vor allem des Journalismus wegen. Verlage müssen mit Finanzierungsmodellen experimentieren, Journalisten müssen sich zu Netzwerken zusammenschließen und für einen guten Journalismus, für gute Rahmenbedingungen kämpfen und sie müssen zur Marke werden. Nie zuvor war es wichtiger, sich zu spezialisieren, Onlinepräsenz zu zeigen, sich und seine Themen verkaufen zu können, unternehmerisch zu denken. Auf andere ist kein Verlass mehr. Es liegt an einem selbst, was man aus seinem Beruf macht. Der Medienwandel birgt Gefahren, aber auch Chancen. Er kann noch (!) von Journalisten mitgestaltet werden. Wenn sie es nicht tun, dann machen es andere. Aber wer will das schon?

Ein ausführlicher Kommentar zu diesem Thema erscheint am Dienstag bei den Netzpiloten.

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Julian Heck | Strategiecoach für Positionierung & Selbstmarketing