Journalismus zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Journalismus zwischen Wunsch und Wirklichkeit
So viel hatte ich noch nie.

So viel hatte ich noch nie.

Mal ehrlich: Wir Journalisten streben doch danach, mit tiefgreifenden Analysen, bewegenden Reportagen und beeindruckenden Hintergrund-Storys viele Menschen zu erreichen. Wir wollen aufwändige Recherchen einer breiten Masse präsentieren. Doch die Realität sieht oft anders aus: Der noch so arbeitsintensive und qualitativ hochwertige Beitrag interessiert nur eine kleine Nische. Dieser locker flockig geschriebene Kommentar jedoch, der erreicht oft mehr Menschen, als uns lieb ist. Mein aktueller Beitrag für stern.de (ich bin dort Stern-Stimme) war so ein Text, der keine Tage gebraucht hat, locker flockig geschrieben wurde und dann – für meine Verhältnisse – durch die Decke ging. Mehr als 10.000 Zugriffe. Mehr als 2.000 Likes bei Facebook mit 400 Kommentaren, über 300 Mal geteilt. Schlimm? Nicht wirklich. Aber bemerkenswert.

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