Ein Journalist, drei Fragen, viel Interessantes: Moritz Zimmermann

Ein Journalist, drei Fragen, viel Interessantes: Moritz Zimmermann

Wir sind so viele – und ich möchte mehr von ihnen kennenlernen: Journalisten. In meiner neuen Serie „Ein Journalist, drei Fragen, viel Interessantes“ beantwortet mir deshalb jede Woche eine Kollegin oder ein Kollege drei Fragen. Diese Reihe ist gesponsert von dem Journalismus-Portfolio-Netzwerk torial. Alle vorgestellten Journalisten sind dort mit einem Profil vertreten.


Moritz ZimmermannDiese Woche am Start: Moritz Zimmermann. Der Frankfurter Fernsehjournalist volontiert bei RTL Hessen und ist zurzeit bei Guten Morgen Deutschland in Köln. Er ist lokaljournalistisch in Hessen unterwegs und fokussiert dabei vor allem die Themen Sport, Gesellschaft und Kriminalität. Auch für die Frankfurter Rundschau ist der 26-Jährige regelmäßig tätig.


Auspacken, bitte: Was sind deine Stärken und Schwächen als Journalist?

Stark bin ich, wenn es darum geht, das Wesentliche zu erfassen. Ich finde, weghören ist hin und wieder wichtig, denn der Wert einer Nachricht bestimmt sich nicht unbedingt dadurch, wie oft sie wiederholt wird. Und doch bin ich ein guter Zuhörer, ein kritischer Nachfrager und ein kreativer Kopf. Interviewsituationen mag ich auch.

Schwächen habe ich ganz sicher in der digitalen Welt. Denn meine Generation ist schnell und von Geburt hereingewachsen in all die vielen Entwicklungsschritte. Auch ich und ich nehme Teil daran. Ich nutze Facebook (vorwiegend privat), ich nutze Twitter (vorwiegend beruflich), ich bin abhängig von meinem Smartphone und ich bemühe mich besser zu werden. Doch bin und bleibe ich ein Lernender, der feststellt, dass oft noch so viel mehr ginge.

sponsor torialWas zeichnet qualitativ hochwertigen Journalismus aus?

Qualität hat besonders im Journalismus mit Gründlichkeit zu tun. Gerade in meiner Branche, dem Fernsehen, ist es an der Tagesordnung, dass Geschichten aus den Printmedien übernommen werden. Das darf aber nie unkritisch und ohne Kontrolle passieren. Für einen Journalist muss die Qualität bei sich selbst anfangen. Klar gibt es Druck, zeitlichen vor allem, aber das kann in keinem Fall eine Ausrede sein. Jetzt gibt es in Fernsehmagazinen auch häufig Beiträge, die nicht den klassischen Nachrichtenwert haben. Es geht um Service oder um Geschichten von der Straße. Aber auch wenn hier vielleicht keine große Information mehrfach geprüft werden muss, ist eine gute, qualitativ hochwertige Servicegeschichte gewissenhaft recherchiert. Und das heißt nicht nur gegoogelt! Wichtig ist für mich auch, dass qualitativ hochwertiger Journalismus jeden Tag von vorne beginnt. Nur weil ein Bericht gut war, ist es der nächste sicher nicht.

Auf welche Tools möchtest du beruflich nicht mehr verzichten?

Nicht mehr verzichten möchte ich auf das Smartphone. Das ist jetzt vielleicht nicht direkt ein Tool, dafür aber eben eine Abspielstätte für so viele Tools. Immer online sind Informationen jederzeit verfügbar. Klar, auch für den Auftraggeber ist die ständige Erreichbarkeit gegeben und das mag nicht immer gut so sein. Ein guter Journalist aber kann abschalten, ein Nachrichtenjunkie bleibt er trotzdem. Übrigens habe ich auch diese Fragen auf einer Smartphonetastatur beantwortet.

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