Crowdfunding: Los gehts! Über Gründe, Erfolg und Scheitern

Crowdfunding: Los gehts! Über Gründe, Erfolg und Scheitern

weiterstadtnetz

Ich gehe nicht betteln, sondern suche Unterstützer. Ich will mich nicht bereichern, sondern ein gutes journalistisches Produkt für Weiterstadt bieten. Auch habe ich nicht vor, ein womöglich regelmäßiges Magazin jedes Mal mit Crowdfunding zu finanzieren. Dieses erste Mal soll einen Anstoß bewirken und Aufmerksamkeit für ein in dieser Region neues lokaljournalistisches Format erreichen. Nicht mehr, nicht weniger.

Crowdfunding: Mann könnte meinen, das sei eine neue Modeerscheinung, die so schnell verschwindet, wie sie gekommen ist. Aber erstens hat es ein Weilchen gebraucht, bis die aus Amerika schwappende Finanzierungsmethode in Deutschland angekommen ist – und das ist sie immer noch nicht voll und ganz. Amerikanische Dimensionen haben wir noch nicht erreicht, aber es gibt Vorreiterprojekte. Dabei geht es nicht unbedingt um Beträge im sechsstelligen Bereich, sondern auch um 1.000 Euro, 5.000 Euro oder 20.00 Euro – eben so viel, wie das Projekt an Kapital benötigt. Zweitens: Natürlich könnte sich bald herausstellen, dass Crowdfunding ein Modell ist, das ein paar Mal erfolgreich funktioniert hat, sich aber nicht durchsetzen konnte. Andererseits wäre es genauso gut möglich, dass sich Crowdfunding als eines von vielen Geschäftsmodellen im Internet etabliert. Warum nicht?

Crowdfunding als erfolgreiches Geschäftsmodell?

Gewiss kann die Schwarmfinanzierung nichts sein, was – beispielsweise einem freien Journalisten – den Lebensunterhalt dauerhaft sichert. Aber es kann eine Möglichkeit darstellen, bestimmte Projekte finanziell zu unterstützen – sei es eine aufwändige Recherche, die Finanzierung eines Buches, einer Produktidee oder in meinem Falle eines Printmagazins in Ergänzung zur Online-Zeitung.

Ob ein Projekt unterstützt wird, das hängt von vielen Faktoren ab: Sympathie, persönlicher oder allgemeiner Nutzen, Spaßfaktor, Unterstützer-Prämie, Glaube, Seriösität, Entwicklungspotential,… Für die einen reicht einer dieser Faktoren aus, für die anderen ist ein Projekt nur mit mehreren erfüllten Kriterien unterstützenswert. Ein Erfolgsrezept gibt es nicht. Jedes Crowdfunding-Projekt geht ein Risiko ein: Es kann funktionieren oder scheitern.

Meine Intention

In meinem Fall möchte ich ergänzend zu der Online-Zeitung weiterstadtnetz.de zum einjährigen Bestehen ein Printmagazin kostenlos herausgeben, welches die Vorteile des Mediums Print ausnutzt und mit der Online-Präsenz verknüpft. Gelungene Beispiele dieser Art auf hyperlokaler Ebene, also in einem klein eingegrenzten Gebiet als Zielgruppe, findet man leider nur ganz wenige.

Es geht nicht darum, eine Konkurrenz zu einer Tages- oder Wochenzeitung zu sein. Es geht bei dieser ersten Ausgabe auch nicht darum, einen Gewinn zu erzielen und mich zu bereichern. Es geht ausschließlich darum, dieses Format auszutesten und anderen Journalisten vielleicht sogar ein Vorbild zu sein, dem sie in ihrer Stadt nacheifern können. Um die Leserinnen und Leser geht es in meinem Projekt. Und dafür suche ich vier Wochen lang Unterstützer – zum Beispiel Sie?!

Ob ein lokales Projekt wie meines eine Chance bei der Schwarmfinanzierung hat, ist ungewiss. Deshalb: Probieren! In 28 Tagen werden wir es sehen.

Wenn Sie mich unterstützen möchten, können Sie dies auf der Projektseite auf Krautreporter tun. Über den Projektverlauf informiere ich dort und natürlich auf weiterstadtnetz.de/magazin.

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Julian Heck | Strategiecoach für Positionierung & Selbstmarketing