„Besser Online“: Zahlen, bitte!

„Besser Online“: Zahlen, bitte!

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Wenn der Deutsche Journalistenverband (DJV) zur Tagung „Besser Online“ nach Mainz zum ZDF einlädt, dann… ja dann diskutieren Onliner offline über die Online-Welt – und wie sie am besten aussehen und sich finanzieren soll. Was bisher geschah.

Nachdem die wichtigste Information bekanntgegeben wurde (die WLAN-Nutzungsdaten), konnte es auch inhaltlich losgehen. Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online, knallte zu Beginn seines Impulsvortrages erstmal eine These auf den Tisch.

Naja gut, mit Thesen und Prognosen hat es der Wegner also nicht so. Journalismus sei ein Prozess und kein Produkt, welches Journalisten mal eben so voraussehen können. Seine Tonlage ist gewohnt ruhig und gelassen. Man könnte auch heraushören, dass er von der Diskussion etwas genervt ist, weil alle Prognosen und Thesen schließlich sinnlos seien. Vielmehr hat er eine Empfehlung: Durchwurschteln, Machen, Probieren, Spielen. Nein, auch der große Jochen Wegner bietet keine Lösung für alle. Viele Wege führen zum Ziel, den einen richtigen Weg gibt es nicht. Wenn für ihn auch noch so einiges unklar ist; Online kommt bei ihm gut weg, das ist klar.

#djv_bo 2013

Diskutierst du noch oder wurschtelst du schon?

Was konnte nach diesem Vortrag bloß noch kommen? So einiges. Es wurde diskutiert über das Radio der Zukunft, über Datenjournalismus, Medienjournalismus, Lokaljournalismus und natürlich jede Menge über Finanzierungsmodelle, dem Hauptthema der diesjährigen „Besser Online“-Tagung. Ergebnis? Keine Ahnung. Also nicht ich habe keine Ahnung, was das Ergebnis ist, sondern das Ergebnis lautet: Keine Ahnung, wie der Onlinejournalismus finanziert werden wird. Die Diskussionen drehten sich auch bei #djv_bo 2013 im Kreis: Crowdfunding ist eine Option, aber kein Dauerfinanzierungsweg. Eine Paywall für alles kann nicht im Sinne des Journalismus sein. Bezahlungswege müssen technisch einfacher abgewickelt werden können. Anzeigen alleine werden zukünftig nicht mehr reichen. Leser freiwillig zum Zahlen zu bringen ist nicht sehr einfach. [Füllen Sie diese Klammer mit weiteren aktuellen Behauptungen aus]. Dass sich Diskussionen im Kreis drehen, ist aber nicht unbedingt schlecht. Manchmal müssen Behauptungen mehrmals an Menschen entlang rauschen, damit sie wahrgenommen und verinnerlicht werden. Man konnte gut feststellen, dass bei einigen noch die ein oder andere Runde gedreht werden muss. Doch irgendwann – bei der 10. Ausgabe von „Besser Online“ 2014 in Berlin vielleicht – gilt es den Kreis zu unterbrechen und eine Richtung einzuschlagen, vielleicht auch mehrere. Dann muss Durchgewurschteltes vertieft, verändert, verbessert und wieder durchgewurschtelt werden. Und 2015 wird es heißen: Diskutierst du noch oder wurschtelst du schon?

Was ich persönlich mitnehme? Keine Lösung, das wissen wir jetzt. Aber Ideen, Anregungen, ein Rattern im Kopf. Und viele neue und halbneue Kontakte. Danke! Und bis zum nächsten Mal…

Anmerkung: Während der Tagung wurde im offenen Prozess ein ebook zur Dokumentation erstellt. Auch ich habe hierzu einen Beitrag geleistet. Das ebook kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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